Ratgeber – Alles über den Schwerbehindertenausweis

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Bild von einem Schwerbehindertenausweis
Muster eines Schwerbehindertenausweises

Was du alles wissen musst!

Wenn man seit kurzer Zeit erst mit einer Behinderung konfrontiert ist, gibt es eine unzählige Informationsflut, welcher man nun ausgesetzt ist. Welches oft sehr erdrückend. sein kann. Diese Zeit stellt eine Herausforderung für dich dar und hier möchte ich dich etwas unterstützen. Auf dieser Seite findest die wichtigsten Grundinformationen zum Thema Schwerbehindertenausweis.

Was ist ein Schwerbehindertenausweis?

Der Schwerbehindertenausweis ist ein Nachweis über den Status des schwerbehinderten Menschen. Dieser ist in Deutschland bundesweit einheitlich und gibt Auskunft über den Grad der Behinderung und weitere gesundheitliche Merkmale mit Hilfe von Merkzeichen.

Mit diesem Ausweis kann man sich z.B. bei Arbeitgebern und Behörden als schwerbehindert ausweisen. Er ist die Voraussetzung dafür, um gesetzliche Nachteilsausgleiche und Rechte in Anspruch nehmen zu können.

Der Ausweis kann beim zuständigen Versorgungsamt oder einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt werden. Man erhält einen Ausweis ab einem festgestellten Grad der Behinderung (auch GdB) von 50%. Die Gestaltung des Ausweisses ist in der Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV) festgesetzt.

Die Basisfarbe des Ausweises ist grün. Wird aber zusätzlich zum Grad einer der Merkzeichen (G, aG, H, BL, GI, ) festgestellt, ist der Ausweis grün/orange.

Früher wurde der Ausweis in Papierform im Format DIN A6 ausgestellt. Seit dem 01.01.2015 werden sie jedoch nur noch im neuen Scheckkartenformat (wie z.B. eine EC Karte) ausgestellt. Alle alten Ausweise behalten aber weiterhin ihre Gültigkeit.

Zudem erhält das neue Format den Nachweis der Schwerbehinderung auch auf Englisch und eine Kennzeichnung in Brailleschrift. Somit kann ein blinder Mensch ihn von anderen Ausweisen/Karten derselben Größe unterscheiden.

Normalerweise wird der Schwerbehindertenausweis längstens für 5 Jahre ausgestellt. Auf dem Ausweis findet man die Gültigkeitsdauer. Ist bei dem Schwerbehinderten eine wesentliche Änderung des gesundheitlichen Zustandes und somit dem GdB nicht zu erwarten, wird er unbefristet ausgestellt.

Wann erhält man einen Schwerbehindertenausweis?

Einen Schwerbehindertenausweis erhält man zum einen wenn man in Deutschland wohnt oder hier arbeitet. Zum anderen erhält man ihn erst ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr.

Was sagt der Grad der Behinderung aus?

Hat man einen Grad der Behinderung ab 20, erhält man einen sogenannten Feststellungsbescheid (s.u.). Liegt er jedoch unter 20 gibt es keine Bescheinigung oder einen Ausweis. Der Grad der Behinderung dient somit als Maß für die Schwere der seelischen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen in diversen Lebensbereichen. Er sagt somit nichts über die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz aus und ist unabhängig vom ausgeübten oder angestrebten Beruf.

Was ist ein Feststellungsbescheid?

Er ist ein Bescheid über die Anerkennung der Behinderung. Diese Feststellung der Behinderung als auch des Grades ist wichtig für die Hilfen nach dem § 2 SGB IX zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Zudem steht er dem Antragsteller als Information zur Verfügung.

Wie erhält man einen Schwerbehindertenausweis?

Einen Antrag stellst du am besten, wenn du mit einer dauerhaften Einschränkung, Schädigung, Erkrankung oder Behinderung konfrontiert bist.

Den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis stellt man wie bereits erwähnt beim zuständigen Versorgungsamt oder bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde. Du kannst dich nach den benötigten Adressen beim Bürgeramt deiner jeweiligen Stadt erkundigen.

Viele Antragsformulare werden mittlerweile von den jeweiligen Bundesländern zum Herunterladen angeboten.

Im Antrag werden Angaben zur Person gemacht als auch zu Behinderungen, Erkrankungen und Einschränkungen. Außerdem werden Daten von ärtzlichen Behandlungen, Krankenhausaufenthalten oder Reha-Aufenthalten benötigt.

Hast du Probleme bei der Antragstellung oder bekommst einen Ablehungsbescheid, gibt es Beratungsstellen, welche dich unterstützen. (Links von Beratungsstellen verlinke ich ebenfalls in der Checkliste).

Nachteilsausgleiche

Die gesetzlich verankerten Nachteilsausgleiche für behinderte Menschen gibt es vielen Bereichen. Es kann allerdings nicht jeder Schwerbehinderte automatisch jeden Nachteilsaugleich in Anspruch nehmen. Diese sind an bestimmte Voraussetzungen gebunden und werden nach Grad, Art der Behinderung und an Zuteilung bestimmter Merkzeichen gebunden.

Diese Nachteilsasugleiche sind sehr vielfältig, deshalb werde ich hier nicht alle aufzählen können. Ich werde hier beispielhaft einige aufführen. (Einen Link mit einer ausführlichen Liste von GdB anhängigen Nachteilsausgleichen, findst du in der Checkliste).

Nachteilsausgleiche sind z.B. :

  • Steuerentlastungen – Ermäßigung der Kfz-Steuer, oder Behindertenpauschbeträge welche nach GdB geregelt sind ( Den Link zur Seite für Leistung und (finanzielle) Hilfe für Behinderte findest unter diesem Beitrag )
  • Parkausweis – Sonderregelungen beim Parken
  • Mobilitätshilfen
  • Vergünstigungen bei Mitgliedschaften oder Eintrittsgeldern (z.B. Theater, Kino, Schwimmbad, usw.)
  • Sonderregelungen bzw. Nachteilsaugleiche im Arbeitsleben – z.B. besonderer Kündigungsschutz, mehr Urlaubstage usw.

z.B. Früher in die Rente gehen können

Behinderte Menschen können zwei Jahre früher in Rente gehen. Als Voraussetzung muss derjenige mindestens 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben und 65 Jahre alt. Bist du jedoch vor 1964 geboren kannst du noch früher in Rente gehen. Zudem muss ein GdB von 50 oder mehr vorhanden sein. Unter gewissen Umständen können Menschen mit Schwerbehinderung auch noch früher gehen, sie bekommen aber dann weniger Rente ausbezahlt. Bei der Deutschen Rentenversicherung erhältst du weitere Informationen.

Gesonderter Kündigungsschutz

Behinderte Menschen können nicht einfach so gekündigt werden. Der Arbeitgeber muss dafür erst einen Antrag beim Integrationsamt stellen und dort wird geprüft ob die Behinderung der Grund ist. Trifft dies zu, lehnt das Integrationsamt ab und der Arbeitgeber darf den schwerbehinderten Arbeitnehmer nicht kündigen. Das Integrationsamt bietet jedoch auch seine Hilfe an, falls diese benötigt wird. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit Geld für den Umbau des Arbeitsplatzes zu bekommen.

Existiert in deinem Betrieb einen Schwerbehindertenvertretung muss dieser über die Kündigung informiert sein, sonst ist sie unwirksam.

Dieser besondere Kündigungsschutz gilt auch wenn der Arbeitgeber nichts von der Behinderung wusste. Auch bei einer GdB von 30 gilt dies. Jedoch müsstest du einem Menschen mit Schwerbehinderung gleichgestellt sein. Diese Gleichstellung macht die Agentur für Arbeit.

Der Schwerbehinderte ist jedoch nicht unkündbar. Das Integrationsamt versucht zwar stets den Arbeitsplatz zu behalten und bietet seine Hilfe an, aber das funktioniert nicht immer. In der Probezeit als auch bei Zeitverträgen gilt dieser gesonderte Schutz nicht.

Zusatzurlaub

Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben bei einer 5-Tage-Woche das Anrecht auf fünf weitere Tage bezahlten Urlaub im Jahr. Möchten man dies in Anspruch nehmen, muss beim Arbeitgeber die Schwerbehinderung nachgewiesen werden. Menschen mit GdB unter 50 haben keine Anspruch auf diesen Zusatzurlaub.

Merkzeichen

G – erheblich gebehindert

Erhält jemand der nur eingeschränkt unter erheblichen Gefahren bis zu 2 km gehen kann – Menschen mit Behinderung an Beinen oder Rückgrat (ab Einzel-GdB 50)

  • Menschen durch innere Leiden z.B. Hörschäden, Lungenprobleme, Krampfanfälle, Diabetiker etc.
  • Außerdem Menschen mit Epilepsie oder Sehbehinderung ab einem GdB 70
  • Menschen mit geistiger Behinderung etc.

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen G:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr
  • Abzugsbetrag für Privatfahrten bei Gdb 70 und Merkzeichen G bis zu 3000 km
  • Abzugsbetrag bei Kfz Benutzung zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz bei GdB 50/60 und Merkzeichen G

aG – außergewöhnlich gehbehindert

Erhalten Menschen, welche sich aufgrund er Behinderung nur mit fremder Hilfe oder unter äußerster Anstrengung außerhalb ihrer Kraftfahrzeuges bewegen können

  • Betrifft Menschen mit Querschnittlähmung , Doppelschenkelamputationen und Hüftexartikulationen
  • Einseitig oberschenkelamputierte Menschen, welche dauerhaft außerstande sind, eine Beinprothese zu tragen oder nur eine Beckenkorbprothese tragen und gleichzeitig Unterschenkel oder armamputiert sind
  • Dies gilt auch für Menschen, welche auf Grund der Schwere ihrer Erkrankung dem genannten Personenkreis gleichzusetzen sind wie z.B. schwerst Herz- oder Lungenkranke

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen aG:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr
  • Parkerleichterung
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Bedingt kostenloser Fahrdienst (u. bestimmten Voraussetzungen in bestimmten Städten)

H – Hilflos

Erhalten Menschen mit Behinderung, welche ständig auf fremde Hilfe angewiesen sind. Besonders bei der Verrichtung von Tätigkeiten zur Sicherung der persönlichen Existenz

  • Menschen, welche lediglich eine Überwachung oder Anleitung zu den verrichtenden Alltagsdingen brauchen. Hier muss die Hilfestellung auch nicht dauerhaft von Nöten sein. Allerdings muss eine ständige Bereitschaft zur Hilfe erforderlich sein
  • Wer mindestens zwei Stunden am Tag beim An-Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Körperhygiene oder Verrichtung de Notdurft dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen ist
  • Menschen welche zwar körperlich in der Lage sind, oben genannten Dinge zu verrichten, dies jedoch auf Grund psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung nicht tun würden
  • Bei einer Reihe von Behinderungen wird ohne nähere Prüfung davon ausgegangen, dass die Bedingungen für das Merkzeichen H erfüllt sind. Diese sind u.a. hochgradige Sehbehinderung oder Blindheit und Autismus sowie andere psychosoziale Störungen. Aber es wird auch berücksichtigt, welche Belastungen im individuellen Fall noch tragbar sind

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen H:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Pauschbetrag 3700 €
  • Befreiuung Hundesteuer, Ortssatzungen über Hundesteuer
  • Pflegezulage
  • Pflegegeld, häusliche Pflegehilfe usw.

BL – Blind

Blindheit bedeutet, dass das Augenlicht vollständig fehlt. Oder wenn auf beiden Augen nicht mehr als 1/50 Sehschärfe oder gleichzusetzende Einschränkungen des Sehens haben

  • Eine Herabsetzung der Sehschärfe auf 1/50 ist möglich z.B. bei Einengung des Gesichtsfeldes
  • Hierunter fallen auch Menschen mit einem nachgewiesenen vollständigen Ausfall der Sehrinde (Rindenblindheit). Aber nicht bei einer visuellen Agonie oder anderen gnostischen Störungen

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen BL:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Befreiung/Geringer Beitrag der Rundfunkgebührenpflicht
  • Sozialtarif beim Telefon
  • Pauschbetrag als außergewöhnliche Belastung
  • Gewährung von Pflegezulage der Stufe III
  • Gewährung von Pflegegeld, häusliche Pflegehilfe usw
  • Parkerleichterung, Parkplatzreservierungen
  • Befreiung von Hundesteuer, Ortssatzung über die Erhebung von Hundesteuer
  • Befreiung von der Umsatzsteuer (u. bestimmten Vorraussetzungen)
  • Portofrei Beförderungen von Blindensendungen (s. Link auf Checkliste)
  • Unentgeltliche Beförderung von Begleitpersonen im internationalen Eisenbahnverkehr
  • Gewährung des Blindesgeldes – je nach Landesrecht

GL – Gehörlos

Erhalten Menschen, welche z.B. von Geburt an taub sind. Zudem Menschen mit an einer Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit beidseits und wenn zur Hörbehinderung noch schwere Sprachstörungen vorliegen

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen GL:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr
  • Abzugsbetrag für Kfz-benutzung zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz
  • Sozialtarif beim Telefon (bei GdB 90)
  • Bei Verwaltungsverfahren ist laut SGB X Gebärdensprache zu verwenden. Die Kosten für diesen Gebärdendolmetscher sind von der betreffenden Behörde zu tragen

B – Begleitung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel erforderlich

Menschen mit schwerer Behinderung erfüllen i.d.R. die Bedingungen für Merkzeichen G oder H. Sie sind für die gefahrlose Benutzung von öffentlichen Verkehsrmitteln auf eine Begleitperson angewiesen und erhalten somit das Merkzeichen B im Ausweis.

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen B:

  • Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr und Fernverkehr
  • Bedingt unentgeltliche Beförderung der Begleitpersonen bei gewissen Fluglinien und Regionalverkehrsgesellschaften
  • Unentgeltliche Beförderung von Begleitpersonen blinder Menschen im internationalen Eisenbahnverkehr

RF – Rundfrunkbeitrag-, und Telefonermäßigung

Erhalten i.d.R. Menschen, welche ständig von öffentlichen Veranstaltungen ausgeschlossen sind.

  • Blinde oder sehbehinderte Menschen mit einem GdB ab 60
  • Hörbehinderte Menschen mit einem GdB von wenigstens 50
  • Menschen mit Behinderung, welche einen GdB von mind. 80 haben. Es wird angenommen, das sie auf Grund der schwere ihrer Behinderung nicht an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können
  • Menschen mit Behinderung, welche auf Grund ihrer Behinderung in der Öffentlichkeit als „unzumutbar” wahrgenommen werden könnten (z. B. durch Entstellung, Geruchsbelästigung, hirnorganischen Ausfällen usw.)
  • Menschen mit Behinderung, welche z.B. an ansteckender Lungentuberkulose erkrankt sind
  • Sowie Menschen, welche nach Organtransplantationen über einen Zeitraum von ca. einem Jahr hinaus Medikamente mit immunsuppressiven Wirkstoffen einnehmen und denen empfohlen wird, Menschenmassen zu vermeiden

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen RF:

  • Komplett Befreiung vom Rundfunkbeitrag für taubblinde Menschen (Vorliegen der Merkzeichen Gl und Bl oder einer ärztlichen Bescheinigung)
  • Ermäßigung des Rundfunkbeitrages auf 5,99 Euro pro Monat für sonstige Inhaber des Merkzeichens
  • Einen Sozialtarif beim Telefon

TBI – Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit

Taubblindheit wird im BTGH als Behinderung eigener Art anerkannt. Durch eine Änderung in der Schwerbehindertenausweisordnung (SchwbAwV) Art. 18 Abs. 3 G v. 23.12.2016 wird das neue Merkzeichen TBI für „taubblind” im Schwerbehindertenausweis eingeführt.

Das Merkzeichen TBI kannst du beim Amt, welches deinen Ausweis ausgestellt hat, beantragen.

Es gibt weiterhin die Merkzeichen BL und GL. Wer blind oder gehörlos ist, kommt bzw. erhält beide Merkzeichen. TBI erhält man zusätzlich zu den Merkzeichen BL/GL. Wer das Merkzeichen BL hat erhält Blindegeld und gehörlose bekommen Gehörlosengeld.

Nachteilsausgleiche oder Leistungen wie z.B. Rehabilitation, Assistenz oder Hilfsmittel sind nicht mit dem Merkzeichen TBI verbunden.

Das Merkzeichen TBI erhalten taubblinde Menschen, wenn sie nur aufgrund der Höreinschränkung mind. einen Gdb von 70 haben und zugleich aufgrund der Seheinschränkung mind. einen GdB von 100 haben.

Das Merkzeichen kann helfen, Behörden zu zeigen, dass man wirklich taubblind ist und somit entsprechenden Bedarf hat wie z.B:

  • qualifizierte Taubblindenassistenz
  • Hilfsmittel wie Braillezeile oder Vibrationsanlage
  • Befreiung Rf
  • Rehabilitationsunterricht z.B. Mobilität und Oreintierungskurse für Usher-Betroffene

Diese Merkzeichen gelten als sogenannte Sondermerkzeichen – 1.Kl., Kriegsgeschädigt, VB und EB

1. Kl.:

1. Kl. erhalten nur Schwerkriegsbeschädigte oder Verfolgte im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes mit einer schädigungsbedingten Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE). 

Folgende Nachteilsausgleiche erhält man mit Merkzeichen 1.KL:

  • Betreffende Personengruppe kann mit einem Fahrschein der 2. Klasse im Bereich der 1. Klasse in Zügen der Deutschen Bahn reisen.

Kriegsgeschädigt:

Dieser Eintrag ist für Menschen, die durch Kriegsverletzungen mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um wenigstens 50 Prozent bestimmt.

VB:

Dieses Merkzeichen erhalten schwerbehinderte Menschen, die durch einer Minderung der Erwerbsfähigkei von mind. 50 Prozent Versorgungsansprüche aus anderen Gesetzen als dem Bundesversorgungsgesetz haben.

EB:

Unter dieses Merkzeichen fallen schwerbehinderte Menschen, welche als rassistisch oder politisch Verfolgte des Nationalsozialismus Leistungen aus dem Bundesentschädigungsgesetz auf Grund einer MdE von mindestens 50 Prozent erhalten.

Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nahverkehr

Gänzlich kostenlos ist die Beförderung jedoch nicht für alle Schwerbehinderten. Beim Versorgungsamt erwirbt man zunächst eine Wertmarke. Somit gibt es eine Eigenbeteilung.

Die Kosten der Wertmarke belaufen sich für ein halbes Jahr auf 40 € und dementsprechend für ein Jahr 80 €.

Eine Personengruppe erhält die Wertmarke auf Anfrage kostenlos. Dies sind u.a. Menschen, welche h (hilflos) , Bl (blind), oder TBI (taublind) als Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis hat. Zudem können auch ALG-II-Empfänger diese kostenlos beantragen.

Gesamte genutzte Quellen:

https://www.myhandicap.de/recht-behinderung/schwerbehindertenausweis/merkzeichen/

https://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/teilhabe_und_behinderung/12732/der_schwerbehindertenausweis_fortsetzung

http://bundesarbeitsgemeinschaft-taubblinden.de/wp-content/uploads/Infoblatt_TBl_final.pdf

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Rentenarten-und-Leistungen/Altersrente-fuer-schwerbehinderte-Menschen/Altersrente_fuer_schwerbehinderte_Menschen.html

Checkliste

Hier verlinke ich wichtige Seiten zum Thema Behinderung und Schwerbehindertenausweis.

Schwerbehindertenausweisverordnung:

Adresse zum Bundesteilhabegesetz:

Liste aller Nachteilsausgleiche:

Beratung rund um das Thema Behinderung und Schwerbehindertenausweis:

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